1993

Zu Beginn des Jahres wirkten unsere Männerstimmen zunächst wieder bei einer Aufführung des Philharmonischen Chores mit. Diesmal waren es Szenen aus der Oper „Othello“ von Guiseppe Verdi. Dafür bekamen wir sogar eine Erwähnung im Programmheft. Der Knabenchor als solcher trat erst wieder am 13. März in Orlamünde und am 28. März im Volkshaus (Familien- und Jugendkonzert) in Aktion. Kein Konzert, aber doch eine lustige Abwechslung lieferte der Wochenspiegel am 29. April. Hier wurde Jürgen Puschbeck als Alleinhersteller der Werbefigur für die neuen Postleitzahlen gepriesen. Der Text begann mit den Worten: „Das ist Rolf.“ Klugerweise wies man in der Entschuldigung darauf hin, daß dies nicht Anlaß für einen Spitznamen sein sollte.

rolf_93.jpg

Nach Konzerten in Lobeda und Frauenprießnitz traf man sich am 26. Juni im Kollegienhof zum Singen und um sich fotografieren zu lassen. Kein Wunder also, daß zu diesem Konzert besonders viele Chormitgleider erschienen. Auch die 1155. Musikalische Vesper in der Friedenskirche am 24. Juli gestaltete unser Chor.

 

Konzert im Kollegienhof in Jena im Juni 1993

Das Sommerchorlager fand in der Thüringer – Wald – Metropole Tambach – Dietharz statt. Es kursierten Gerüchte, daß es in der Jugendherberge verborgene Verpflegungsvorräte gebe, etwa für den Fall, daß der Ort von der Außenwelt abgeschnitten würde. Eines Abends wurden Männerstimmen unseres Chores diesbezüglich fündig, und zwar kurz bevor sie selbst vom Herbergsleiter gefunden wurden. Drei Konzerte in Ilmenau, Gotha und Tambach selbst begleiteten das Chorlager.
Am 7. Oktober wurde mit unserer musikalischen Unterstützung das erste Strohheizkraftwerk Deutschlands in Schkölen eingeweiht. Das geschah in einem Rahmen, der trotz aller Alternativität des Werkes selbst sehr tradtionell anmutete, so daß die Geduld einiger Knaben, besonders während der Grußworte vieler wichtiger Personen, arg strapaziert wurde.
Am 6. November 1993 konnte unser Chor aus dem Landeschorwettbewerb in Weimar mit „hervorragendem Erfolg“ und 24 Punkten (von 25) hervorgehen und sich so für den Bundeswettbewerb im darauffolgenden Jahr qualifizieren. Diese Leistung haben wir, wie unser Chorleiter Jürgen Puschbeck bemerkte, zu einem großen Teil der stimmbildnerischen Arbeit Thomas Pranges zu verdanken.
Es folgte noch ein Auftritt bei den Musiktagen in Bad Sulza, bevor wir mit dem Adventssingen in Drackendorf am 27. November die Vorweihnachtszeit begannen. Wie immer bildete das Lichtelfest Schneeberg einen Höhepunkt, und wer einmal diesen noch echten Weihnachtsmarkt besucht hat, der weiß auch, warum. Wie so oft führten uns Konzerte nach St. Wolfgang, Neustädtel und Albernau. Am 14. Dezember veranstaltete der Chor zwei Schülerkonzerte im Volkshaus. Unser Ansager Jörg Golombek konnte im Hinblick auf die Disziplin einiger Zuhörer nur auf das nächste Jahr verweisen, in dem es ja vielleicht besser klappe. Konzerte in Schkölen, Thalbürgel und unser traditionelles Weihnachtskonzert im Volkshaus (mit anschließender Weihnachtsfeier) am 19. Dezember rundeten die Knabenchor-Weihnachtsaktivitäten ab. Hinzu kamen noch zwei Auftritte in Jenaer Altersheimen. Das dortige Singen wird von unserem Chor (meist in kleinen Besetzungen) schon seit langem gepflegt. Wir hoffen, den Heimbewohnern damit die Weihnachtszeit etwas aufheitern zu können.